Von der Herausforderung in der kosmischen Spalte geboren zu sein.
Ich bin auf 1° Widder geboren und die Astrologen bezeichnen das als kosmische Spalte. Hier findet der Übergang von den Fischen zum Widder statt. Also vom Wasser zum Feuer und solch ein Übergang ist sehr herausfordernd! Das Leben verlangt von mir immer wieder den großen Sprung, denn da gibt es keine Brücke. Der Sprung kann gelingen, es besteht aber auch das Risiko, in der Spalte zwischen zwei Welten stecken zu bleiben oder aber den Sprung ängstlich heraus zu zögern. Angst in einem “Niemandsland“ gefangen zu bleiben.
So habe ich mich immer wieder in Neues gewagt, um meine große Furcht vor dem Unbekannten zu überwinden. Stolz und mit neuer Kraft bin ich aus solchen Abenteuern gekommen, mit einem reichen Erfahrungsschatz. Auch wenn ich hier und da ein paar Federn gelassen habe.
Die kosmische Spalte ist ein Ort, wo vielleicht auch alles einmal still steht. Wo ich Zeit habe, zur Ruhe kommen, ein Raum zwischen den Welten. Ich kann nichts erzwingen, es ist ein Stirb- und Werdeprozess. Aus den Fischen zu kommen, heißt, das Altes sanft und mit Hingabe hinter sich zu lassen, nicht mit Gewalt. Mit mir liebevoll umzugehen, meine Ungeduld zu überwinden.
Im Anschluss dann bin ich bereit für den kosmischer Moment von Urkraft, Neubeginn und Durchbruch.
In der kosmischen Spalte geboren zu sein, heißt ich bin besonders offen für transzendentale Erlebnisse. Durch die Berührung mit geistigen Welten werden Prozess in mir in Gang gesetzt, gleich einem Strudel, der mich kraftvoll in meinem Lebensstrom mitnimmt. Die geballte Ladung der Widder-Energie kann auch überfordern, mich selbst oder auch andere, die mich als sprunghaft erleben.
Meine Herausforderung ist es auch, immer wieder, vom Passiven ins Aktive zu kommen. Denn es gibt auch den Wunsch in mir, es mir gemütlich einzurichten. Ich weiß jedoch, dass der nächste Sprung kommen wird und ich kann gar nicht anders. Aber ich möchte mir das in Zukunft leichter machen und so etwas wie eine kleine sichere Basis behalten.
Zum Beispiel mein Sprung nach Spanien 2023
Ich habe alles in Deutschland hinter mir gelassen, bin gesprungen und habe das teilweise bereut. Zum Beispiel hat mir durch meine Abmeldung von meinem Wohnsitz meine private Krankenkasse gekündigt. Ich wurde nicht auf eine mögliche Anwartschaft hingewiesen. Ich habe meine Rücklagen verloren, die ich mir über 20 Jahre geschaffen habe. Als ich zurück kam, hat sich die gesetzliche Krankenkasse geweigert, mich auf Grund meines Alters aufzunehmen. Durch die gesetzlichen Regelungen in Deutschland war ich gezwungen, erneut in eine private Krankenversicherung einzutreten, das bezahle ich teuer mit dem Einstiegsalter 57 Jahre. Das bedeutet für mich jährlich mehrere tausend Euro Mehrkosten – allein aufgrund der vorherigen Kündigung. Dieses Beispiel zeigt deutlich, wie stark das System der Krankenversicherung Menschen finanziell belasten oder sogar in Bedrängnis bringen kann.
Solche Erfahrungen würden mir erspart bleiben, wenn ich nicht springen würden oder ich zögerlich alles „Für und Wieder“ abwäge. Aber wenn ich den Weg der „Sicherheit“ gegangen bin, dann blieb ich meistens im Abwarten stecken. Wenn ich meine Lebenserfahrung und meine Lebendigkeit, die ich mir durch den Sprung erhalte in die Waagschale lege, dann weiß ich sofort, wofür ich mich wieder entscheiden würde.
Wo geht es jetzt hin?
Ich spüre deutlich, dass es bei mir konkret darum geht, mich stärker nach außen mitzuteilen. Ich muss die gemütliche Schale verlassen und noch mehr mit meinen Erfahrungen hinausgehen. So sind jetzt schriftstellerische Projekt geplant. Da ganz einzutauchen wird durch den finanzielle Aspekt erschwert. Finanzielle Sicherheit, welche mir innere Ruhe zum Schreiben geben würde, habe ich nicht. Ist das mein nächster Sprung, es trotzdem zu tun? Oder kann ich mir durch den Verkauf der Fine Art Prints diese Sicherheit schaffen?
Was habe ich gelernt?
Ich habe Trennungen vollzogen, die teilweise schmerzhaft waren, um zu springen und um eigenständiger zu werden. Mich auf andere zu verlassen, hat mir schon sehr viel Schaden zugefügt. Ich nehme Dinge und Verantwortungen jetzt mehr zu mir. Das gibt mir ein größeres Selbstbewusstsein und ich finde oft Lösungen und neue Wege.
So entstand das Bild:
Das Alte passt nicht mehr. Es drückt, es engt ein. Und doch ist das Neue noch nicht sichtbar. Mir macht das Wut. Warum wiederholt sich das ständig, immer auf der Suche, in Zwischenwelten hängen, nie richtig zur Ruhe kommen. Genau aus diesem Gefühl heraus ist dieses Bild entstanden. Ich war im Widerstand. Ich wollte nicht mehr zurück, aber wusste auch nicht, wie ich vorwärts gehen sollte. Ich hatte keine Ahnung, was dran ist. Ich stand vor der Leinwand. Es muss kein schönes Bild werden, aber ehrlich. Also ließ ich meine Emotionen direkt mit den Farben fließen.
Die zentrale türkisblaue Spalte, sie teilte das Bild: Links das Alte: erdig und brüchig, aber auch bekannt. Rechts das Neue: kraftvoll, lebendig, aber noch ungeordnet. In der Mitte – ich. Ich konnte mich in keiner Seite wiederfinden. Ich stand dazwischen. Wenn ich dieses Werk anschaue, es ist unfertig und dennoch vollkommen. Es ist ein Bild des Überganges, des mutigen Sprunges.
Für wen ist dieses Bild?
Für Menschen, die gerade im Umbruch sind. Die merken, dass sich etwas verändert – auch wenn sie noch nicht wissen, wie. Für alle, die innerlich spüren: Ich will anders leben. Auch wenn ich den Weg noch nicht kenne.
Von Herzen Birgit

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